Ohne die drei Stammspielern Marcus Oegel, Nico Schäper und Mathias Schniegler musste der VfB II zum schweren Auswärtsspiel beim Tabellendritten Borussia Fürstenwalde antreten, die zuletzt mit sehr guten Ergebnissen überzeugten und nicht ohne Grund soweit oben in der Tabelle zu finden sind. So konnte die Devise für dieses Spiel nur lauten auf diesem kleinen Platz die Räume eng zumachen und den Gegner nicht in sein Spiel kommen zu lassen. Dazu gehörte auch den Spielmacher der Gegner, Alexander Rieck aus dem Spiel zu nehmen, denn dieser war in den vergangenen Duellen, oftmals das Züglein an der Waage. Um es vorweg zu nehmen, Marcus Ehm erfüllte seine Aufgabe, Rieck in Manndeckung zu nehmen, mit Bravour und der Spielgestalter der Gastgeber verlor mit zunehmender Spieldauer die Nerven und erwies mit seinem ständigen Lamentieren seinem Team einen Bärendienst.
Das Spiel begann wie erwartet mit einem Sturmlauf der Gastgeber, den der VfB II mit viel Glück und Geschick unbeschadet überstand, aber kaum aus der eigenen Defensive heraus kam. Erst ab der 20. Minuten konnte sich der Gast etwas befreien und kam durch Standards gefährlich nach vorn. Erst verpasste Cavin Mosters mit dem Kopf eine schöne Freistossflanke von Sebastian Henschke knapp, doch wenige Minuten später machte er es besser. Nach einem Abwehrkopfball von Christian Lange in den Lauf vom VfB-Toptorjäger, zog dieser auf und davon und überwand den Borussia-Keeper zur etwas überraschenden und glücklichen Gästeführung (25.). Aber der Dauerdruck des Gastgebers ging weiter, und der VfB versuchte sein Glück über Konter. Nachdem Cavin Mosters bei einem solchen Konter im Strafraum deutlich gefoult wurde, blieb der fällige Elfmeterpfiff leider aus, aber wenig später dann doch das zweite VfB-Tor mit dem vierten Torschuss in der ersten Hälfte. Einen Bilderbuchkonter über Cavin Mosters und Julius Schmidt schob Christian Cieslak überlegt ein (38.). So blieb es trotz zahlreicher Torchancen der Gastgeber bis zur Pause, die aber nun immer mehr mit dem Schiedsrichter und seinen Assistenten harderten, obwohl sie ihre Chancen sehr leichtfertig vergaben.
Da die Gastgeber nun mehr erzählten und meckerten als spielten, wurde es in der zweiten Hälfte ein offenes Spiel und der in der ersten Halbzeit etwas unsichere Schiedsrichter wirkte nun auch bei kniffligen Entscheidungen etwas souveräner. Nach zahlreichen Chancen auf beiden Seiten, war es wieder der VfB II, der das Tor machte und das Spiel entschied. Julius Schmidt erzielte nach einem weiteren Konter das vorentscheidende Tor (63.) und zog den entnervten Gastgebern nun endgültig den Zahn. Im weiteren Spielverlauf ergaben sich Chancen auf beiden Seiten, aber Tore fielen nicht mehr und der VfB nahm aufgrund von einer enormen Effektivität vorm Tor verdient drei Punkte mit nach Hause. |
|