Eine ersatzgeschwächte VfB II - Truppe reiste zum Spitzenreiter der Spreeklasse und designierten Aufsteiger nach Kossenblatt. Von vornherein war klar, dass der VfB hier nur Aussenseiterchancen hat, dennoch zeigte der Punktgewinn im Hinspiel und die bisher niederlagenlose Rückrunde, dass man für eine Überraschung immer gut sein kann.
Der Gastgeber zeigte von Beginn an, wer Herr im Haus ist und drängte den Gast zurück, aber die ersten Chancen verpufften und der VfB überstand die ersten Minuten schadlos. Während auf Seiten des SC das Sturmduo Harmuth/Münn knapp scheiterten, stand der VfB-Sturm Mosters/Kaufmann den beiden in nichts nach, denn deren Schüssen verfehlten die Torwinkel nur knapp. Nach einer knappen halben Stunden traf der Schiedsrichter innerhalb von fünf Minuten zwei, für den VfB sehr unglückliche Entscheidungen, die zudem auch aus neutraler Sicht einfach nur falsch waren. Erst pfiff er ein klares Foul an VfB-Verteidiger Marcus Ehm nicht, in dessen Folge der Ball zu SC-Torjäger Harmuth gelang, der in großer Manier aus 20 Metern per Außenrist ins lange Eck traf (32.). Und keine zwei Minuten später, als sich VfB-Angreifer Christian Kaufmann im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und der letzte Mann des Gastgebers per Hand klärte, entschied der Referee auf weiterspielen, statt folgerichtig auf Rote Karte und Elfmeter zu entscheiden. Die fairen Gastgeber zeigten sich in der Halbzeitpause ebenfalls verwundert, angesichts der Bewertung dieser Szene, wo der Spielleiter zum vermeintlichen Spielentscheider wurde. Nach dem Tor hatte der VfB allerdings bis zur Pause Glück, nicht deutlicher ins Hintertreffen zu geraten, denn Harmuth und Co. scheiterten an Latte und VfB-Keeper Franz oder verfehlten knapp das VfB-Gehäuse. So ging es mit einem knappen Rückstand aus VfB-Sicht in die Pause, und man wollte unbedingt alles versuchen, doch noch zu punkten. Und dabei startete der Gast wie die Feuerwehr aus der Pause, und Christian Kaufmann scheiterte Sekunden nach dem Wiederanpfiff am Quergebälk. Ansonsten bestimmte der Gastgeber weiter das Spiel, während der VfB versuchte zu kontern, was allerdings nur sporadisch gelang. Nach 75 Minuten stellte der VfB für die Schlussoffensive auf drei Stürmer um, Alles oder Nichts, hieß nun das Motto. Leider reichte es nur für zweiteres, denn Christopher Geike markierte gegen die aufgerückte VfB-Defensive das 2:0 (79.). In der Folge hatte der VfB wieder Glück nicht noch höher zu verlieren, denn neben weiteren guten Gelegenheiten, die der Gastgeber ausließ, verweigerte der unsichere Schiedsrichter dem SC auch noch einen durchaus berechtigten Foulelfmeter. So blieb es beim verdienten 2:0 Sieg des Spitzenreiters, der nun selbst rechnerisch den Aufstieg fast perfekt gemacht hat.
Aber das Spiel des VfB zeigte, dass man auch ohne so viele Stammspieler durchaus in der Lage ist, gegen Spitzenmannschaften der Liga mithalten zu können. |
|