Der VfB II empfing zum Amtsderby Blau-Weiss Hasenfelde und Trainer Tino Völzmann entschloss sich, seinen Reservisten, die über die gesamte Saison wenig Einsatzzeit bekommen hatten, heute mal eine Chance in der Startelf zu geben.
Das Spiel begann mit einem leichten optischen Übergewicht für den Gastgeber und nach mehreren Torschüssen des VfB, die ihr Ziel knapp verfehlten, landete ein Distanzschuss von VfB-Angreifer Konrad Karwan an der Querlatte des Hasenfelder Gehäuses. Die Gastgeber vernachlässigten mit zunehmender Spielzeit seine Defensivarbeit und spielten zu durchsichtig für den Gegner, der immer besser ins Spiel kam und plötzlich führte. Einen Konter gegen die aufgerückte VfB-Abwehr und infolge einer individuellen Fehlerkette, stand VfB-Verteidiger Nico Schäper allein gegen drei Angreifer vorm eigenen Tor und Sven Klumbis vollendete eine Eingabe von außen (30.). Somit führte der tabellarische Aussenseiter der Partie plötzlich, mit seiner ersten richtigen Torchance im Spiel. Der VfB machte es auch in der Folge nicht besser und schenkte den Ball im Aufbauspiel viel zu oft dem Gegner und ermöglichte ihnen teilweise gefährliche Konter. Ein Geistesblitz von Dominick Lorenz, der den Ball über die Gäste-Abwehr in den Lauf von Christian Kaufmann schippte, ermöglichte dem VfB den Ausgleich aber noch vor dem Pausenpfiff. Denn Christian Kaufmann ließ sich die Einschusschance nicht nehmen und überlupfte den herausstürzenden Gästekeeper zum Ausgleich (39.) und so gings mit einem Remis in die Halbzeitpause. Zwei Wechsel in der Pause, Christian Cieslak und Peer Hensel für Dominick Lorenz und Jan Meissner sollten das Zeichen sein, dass der VfB dieses Spiel unbedingt noch gewinnen wollte. Und bereits zwei Minuten nach Wiederbeginn fiel die VfB-Führung. Michel Schulze wurde auf dem Weg zum Tor vom letzten Spieler der Hasenfelder zu Boden gerissen und alles rechnete mit einem Elfmeter, aber der ansonsten gut leitende Schiedsrichter sah das Foul Zentimeter vor der Strafraumlinie und entschied auf Freistoss zentral aus 16,5 Metern. Die Position war ideal für einen gefühlvollen Freistoß über die Mauer und darauf spekulierte wohl auch der Hasenfelder Keeper, doch Mario Wagner schob den Ball flach ins verwaiste Torwarteck (47.). Nun bestimmte der VfB die Partie und ab der 55. Minuten fielen Tore am Fließband. Auf Vorlage von Michel Schulze ließ Christian Cieslak seinen Gegenspieler schlecht aussehen und erzielte vom Strafraumeck mit seinem schwächeren linken Fuss das 3:1, wobei der Ball unhaltbar im entfernten Torwinkel einschlug (55.). Mario Wagner war es dann fünf Minuten später, der die Zeichen augenscheinlich endgültig auf Sieg stellte. Einen von der Gästeverteidigung abgewehrten Ball, nahm der Spielmacher 25 Meter vorm Tor an und überlupfte den dabei schlecht aussehenden Gästekeeper aus dieser Entfernung. Aber der VfB machte es noch einmal spannend, als Nico Schäper nach einem Missverständnis den Ball Blau-Weiss-Torjäger Hoering in den Lauf schob und dieser ließ VfB-Keeper Dave Franz keine Abwehrchance (62.), spielte ihn aus und schob zum Anschluss ein. Doch ein weiterer Torwartfehler entschied die Partie endgültig für die Gastgeber, als der Gästetorwart bei einem langen Ball zu lange zögerte und der durchgelaufende Mario Wagner, ihn zur 5:2 Führung wieder überlupfte (65.). Die restliche Spielzeit war ausgeglichen, Chancen hüben wie drüben machte es zu einem ansehnlichen Spiel für den neutralen Beobachter. Den Schlusspunkt setzte dann aber noch einmal der Gast, als Hoering nach einem Missverständnis zwischen Marcus Ehm und Peer Hensel den Ball zum Endstand einnetzte (87.). |
|