| Wenn man nach den letzten Wochen dachte, die Personalsituation könnte nicht mehr schlimmer werden, sah sich bei der Abfahrt zum Spiel getäuscht. Der VfB II kam am Treffpunkt zum Auswärtsspiel in Kossenblatt auf 13 Spielberechtigte, inklusive Trainer und Betreuer. Aber nichts desto trotz wollte man die Punkte beim Tabellennachbarn nicht abschenken. So begann die Partie mit dem gewohnten Abtasten beider Teams, wobei der Gastgeber aber klare Feldvorteile hatte. Nach 17 Minuten nutzte SCK-Torjäger Denny Münn eine Unsicherheit in der VfB-Deckung und ließ Dave Franz im VfB-Gehäuse keine Abwehrchance, zur verdienten Führung der Gastgeber. Der VfB versuchte es mit der Kontertaktik und blieb durch Standards gefährlich. So fiel nach einer Freistossflanke von Tom Mittenzwei der vermeintliche Ausgleich, als Sebastian Boldt aus Nahdistanz einschob (35.). Doch zu früh gefreut, inmitten des VfB-Torjubels hob der Schiedsrichterassistent seine Fahne. Und der Schiedsrichter, der bereits auf Tor entschieden hatte, revidierte seine Entscheidung und gab Freistoss. In dieser Szene stellten sich zwei Fragen für die Spieler des VfB: warum geht die Fahne erst gut 10 Sekunden nach dem Torerfolg hoch und warum kein Protest der Kossenblatter bei dem angeblichen Abseitstreffer, aber die Kossenblatter hatten im Moment des Tores auch erkannt, dass der Torschütze von ganz hinten einlief und niemals im Abseits gewesen sein kann. So aber kassierte der VfB nach einem schnell ausgeführten Freistoss das zweite Gegentor noch vor der Pause durch Daniel Pelke (40.). So ging es mit der scheinbar sicheren Führung für die Gastgeber in die Pause, doch beim VfB hatte man nicht das Gefühl, dass das Spiel schon verloren sein muss. So ging man in der zweiten Halbzeit mit neuem Elan ins Spiel und gestaltete das Spiel trotz optischer Unterlegenheit offener, als in Durchgang Eins. Kossenblatt machte das Spiel und der VfB konterte und kam immer wieder zu Freistössen in der Hälfte der Gastgeber. Es dauerte bis zur 70. Minuten, ehe das Spiel wieder einen Höhepunkt erlebte. Nach Foul an VfB-Spielertrainer Tino Völzmann brachte Tom Mittenzwei den Ball hoch vor das SCK-Tor und der Ball flog über Freund und Feind hinweg ins lange Eck. Nun witterte der VfB Morgenluft und intensivierte seine Angriffsbemühungen und diese sollten schnell belohnt werden. Acht Minuten nach dem Anschlusstreffer war es eine verunglückte Flanke von Konrad Karwan, die wiederum den Weg ins lange Eck fand(78.). Nun spielten beide Teams auf Sieg, aber für die Spielentscheidung sorgte leider jener Schiedsrichterassistent, der in der ersten Hälfte das VfB-Tor weg gewunken hatte. Nach einem langen Ball startete SCK-Mittelfeldspieler Christopher Geike aus stark abseitsverdächtigter Position, weit hinter der VfB-Abwehr und brachte den Ball auf Umwegen im VfB-Gehäuse unter (85.) und diesmal blieb die Fahne zum Unverständnis aller VfB-Spieler unten. So blieb es bis zum pünktlichen Abpfiff und der VfB sah sich um den nicht unverdienten Punkt betrogen. Allerdings kann diese Tatsache nicht das Verhalten entschuldigen, wie der VfB seine Enttäuschung nach dem Abpfiff kund tat. |
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