Nicht alltäglich sollte dieser 28. Spreeklasse-Spieltag für den VfB II verlaufen, denn zur Anstoßzeit um 12.15 Uhr fehlte nicht nur der Schiedsrichter, sondern auch die angereisten Gäste waren nur zu acht und hatten durch das Fehlen ihres Trainers weder Spielerpässe noch Trikots vorort! Als man sich auf Seiten des VfB schon mit einer Spielabsage abgefunden hatte, sollte sich doch noch einmal alles ändern. Der Schiedsrichter erschien verspätet, da er von einer späteren Anstosszeit ausging und die Gäste, wollten angesichts der drohenden Geldstrafe für ein eventuelles Nicht-Antreten nun doch spielen, trotz der Unterzahl. So tauschten die Gäste das bereits georderte Bier gegen einen Satz Trikots des VfB Steinhöfel und die Partie begann mit 45 Minuten Verspätung. Diese Tatsache hat Respekt verdient, denn nicht wenige Mannschaften wären wohl unverrichteter Dinge wieder abgereist und wären dem drohenden Schützenfest aus dem Wege gegangen.
Angesichts der Überzahl von drei Spielern sollte eigentlich nur die Höhe des Heimerfolgs für den VfB zur Debatte stehen und schon nach drei Minuten war es VfB-Torjäger Nico Paulke, der nach einem verunglückten Abschluss von Julius Schmidt, die frühe Führung für die Gastgeber besorgte. Doch wer jetzt dachte, Tore für den VfB fallen nun in regelmäßigen Abständen, sah sich getäuscht, denn der nächste VfB-Treffer sollte erst eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer gelingen. In der Zwischenzeit verteidigten die Gäste einerseits geschickt im und um den eigenen Strafraum und andererseits spielte der VfB oft zu überhastet, ungenau und behäbig oder scheiterte immer wieder am glänzend aufgelegten Gäste-Schlussmann. So blieb es Konrad Karwan nach 33. Minuten vorbehalten, die VfB-Führung auszubauen, als er einen langen Ball von Nico Oegel überlegt im langen Eck des Gästegehäuses unterbrachte. Nun gewann der VfB langsam, aber sicher das Selbstvertrauen und auch die Übersicht, gegen den tief stehenden Gegner spielerische Akzente zu setzen und so war es zwei Minuten vor dem Pausenpfiff abermals Nico Paulke, der die 3-0 Pausenführung klar machte. Der etwas entnervte VfB-Trainer, der angesichts der Leistung seiner Mannen in den ersten 30 Minuten mehrmals seinem Unmut lautstark kund tat, reagierte in der Pause und brachte mit den lange verletzten Sebastian Henschke und Steven Jakob zwei erfahrende Leute, die das VfB-Spiel nun mit ihrer Routine mit lenken sollten und der zusätzliche Schachzug, Abwehrmann Steffen Lüdtke ins Mittelfeld zu ziehen erwies sich als Glücksgriff. Denn die ordenende Hand von Steffen Lüdtke brachte die Struktur ins VfB-Spiel, die man in der ersten Hälfte so schmerzlich vermisste und er selbst glänzte dabei als ungewohnter Vollstrecker. So verwertete der VfB-Kapitän bereits zwei Minuten nach Wiederbeginn eine Karwan-Flanke per Kopf zum nächsten VfB-Treffer und erzielte dabei wohl den ersten Kopfballtreffer in seiner fast 20jährigen Fussball-Laufbahn. Nun fielen die Tore für den VfB in regelmäßigen Abständen und der VfB schraubte das Ergebnis erwartungsgemäß in die mittlerweile verdiente Höhe. Dreimal Nico Paulke (52.,80.,83.), Nico Schäper (55.), Steven Jakob (57.), abermals Steffen Lüdtke (67.) trafen, ehe Konrad Karwan den Endstand zum 11-0 herstellte (86.).
Nun heißt es am letzten Spieltag beim Tabellenzweiten Borussia Fürstenwalde einen versöhnlichen Saisonabschluss zu schaffen, nachdem man in der Rückrunde viele Punkte liegen ließ und die sehr gute Vorrunde nicht bestätigen konnte. |
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