Die Partie begann mit einem
Paukenschlag, denn bereits nach 40 Sekunden knallte ein Petersdorfer
Angreifer den Ball genau in den Knick des Torwinkels, doch zum Glück für
den VfB, sprang der Ball von dort wieder ins Feld und man geriet nicht
gleich in Rückstand. Nun schien der VfB durch diese Szene erwacht und
begann Fussball zu spielen. Ließ man den Ball flach laufen, hatte man
das Spiel im Griff und erspielte sich eine optische Überlegenheit, ohne
allerdings gefährlich zum Abschluss zukommen. Nach 25 Minuten dann die
Szene der ersten Hälfte, die mit einer Ecke für den VfB begann. Den
Eckball von Mario Wagner köpfte VfB-Verteidiger Silvio Thiede aufs Tor,
der Ball wurde aber auf der Linie geklärt und im Gegenzug schnappte die
Abseitsfalle des VfB nicht zu und der selten zu stellende Marcus Archut
kreuzte allein vor VfB-Keeper Stefan Liebe auf. Dieser konnte den ersten
Schuss noch abwehren, aber beim Nachschuss war er machtlos und der
Gastgeber führte nun seinerseits. Der Gast schien nun geschockt und ließ
die Rot-Weißen schalten und walten, wie sie wollten. Der Gast hatte
noch Glück, dass die Petersdorfer vorm leeren Tor nur die Latte trafen,
während der VfB im Abschluss zu harderlich war und selten gefährlich
wurde. So ging es mit der knappsten aller Führungen für den Gastgeber in
die Pause und der Gast kam wie verwandelt aus der Kabine. Plötzlich
spielte der VfB ansehnlichen Fussball, man spielte flach und schnell in
die Spitze und ließ die Petersdorfer kaum aus der eigenen Hälfte. Nach
einem schönen Spielzug spielte Mario Wagner VfB-Torjäger Lars Richter
frei, doch dieser verfehlte vorm leeren Tor auf dem holperigen Geläuf
den Ball, doch durch einen abgewehrten Nachschuss von Dominick Lorenz,
gelang der Ball zum nachrückenden Julius Schmidt. Dieser fasste sich aus
18 Metern ein Herz und ließ den Keeper der Gastgeber schlecht aussehen,
der den Ball unter sich durchrutschen ließ und somit den mittlerweile
verdienten Ausgleich ermöglichte (54.). Der Gast blieb am Drücker,
während die Gastgeber immer wieder gefährlich konterten und auch zu
ihren Möglichkeiten kamen. Aber nun stach der VfB-Joker, denn der zuvor
eingewechselte Dennis Kersten erzielte nach Ablage von Dominik Lorenz
die VfB-Führung mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, bei dem der
Petersdorfer Keeper wieder schlecht aussah(74.). Nun wollte der VfB das
Spiel für sich entscheiden, doch während Lars Richter allein vorm Tor zu
zögerlich war, scheiterte Mario Wagner im Nachschuss per Lupfer am
Quergebälk.
Diese vertane Chance sollte sich rächen, denn Petersdorf schlug wiederum
durch Marcus Archut zurück, der sich energisch durchsetzte und
einnetzte (78.). Nun griffen beide Teams mit offenem Visier an und der
Gastgeber hatte das glücklichere Ende für sich, denn Mathias Gebauer
entschied die Partie mit einem Sonntagsschuss aus 25 Metern für die
Rot-Weißen (86.). Angesichts von zwei umstrittenen nicht gegebenen Toren
(Handspiel/Abseits) für die Gastgeber wohl letztendlich ein
glücklicher, aber auch verdienter Sieg für die Petersdorfer.
Auf Seiten des VfB zeigte sich, dass das Auslassen von klaren Torchancen
meist bestraft wird und dass man nicht clever genug war die
zwischenzeitliche und relativ späte Führung zu verwalten. In den
verbleibenden vier Spielen gegen direkte Tabellennachbarn müssen nun
viele Punkte her, um in der Tabelle nicht den Anschluss zu verlieren. |
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